Kommerzielle Exzellenz
Verbesserung der Vertriebsleistung durch den Einsatz der besten Kompetenzen, Prozesse und Instrumente
Herausforderungen der Vertriebsperformance im B2B‑Manufacturing
Die Industrie steckt in einer instabilen Phase. Ungünstige Faktoren wie stagnierende Leistungen, Silodenken sowie fehlendes Sales Leadership und Intrapreneurship bremsen das Wachstum. Zudem hat sich der Markt zum Käufermodell gewandelt: Schwindende Loyalität, Ersetzbarkeit und Margenerosion stellen systemische Risiken dar. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, müssen Unternehmen ihre Vertriebsorganisation grundlegend transformieren. Ziel ist ein leistungsfähiges Instrument, das konsequent auf Wertsteigerung und kommerzielle Exzellenz ausgerichtet ist. Nur durch diese Neuausrichtung lässt sich die Wettbewerbsfähigkeit sichern und das operative Geschäft in einem schwierigen Marktumfeld stabilisieren.
Was Wachstumsführer tun
Wachstumsführer begreifen den Vertrieb als ganzheitliches, kundenorientiertes System, in dem Sales Enablement das Fundament bildet. Sie antizipieren Marktveränderungen frühzeitig und verwandeln Signale proaktiv in strategische Chancen, statt nur auf Nachfrage zu reagieren. Ihre Vertriebsteams agieren als Intrapreneure, die Produkt, Marketing und Kundenerfolg für wichtige Abschlüsse synchronisieren. Entscheidend ist dabei die konsequente Verknüpfung von Strategie und operativem Verhalten: Durch unermüdliches Messen, Coachen und Experimentieren stellen sie sicher, dass die Umsetzung in messbare Ergebnisse mündet. Dieser integrierte Ansatz macht den Unterschied zwischen bloßer Reaktion und echter Marktführerschaft aus.
Vertriebsprozessmanagement
Das Business Process Management (BPM) ist individuell geprägt durch Marktstandards, Unternehmenskultur und Historie. Ein zentraler Erfolgsfaktor in den Vertriebsprozessen ist die klare Verteilung von Verantwortlichkeiten. Nur so lässt sich sicherstellen, dass Ergebnisse – von der Neukundenqualifizierung über die Angebotserstellung bis zur Vertragsverhandlung – konsequent mit den Unternehmenszielen und Verpflichtungen übereinstimmen. Zusätzlich ist die Definition relevanter Key Performance Indicators (KPIs) von entscheidender Bedeutung. Diese Kennzahlen ermöglichen es, die Effizienz der Prozesse objektiv zu messen und zu steuern. Ein strukturiertes BPM schafft somit die notwendige Transparenz und Verbindlichkeit, um operative Exzellenz im Vertrieb nachhaltig zu verankern.
Pipeline-Entwicklung und Akquisitionsleistung
Die Leistung der Akquise wird in mindestens zwei Kategorien gemessen. Die erste Kategorie bezieht sich auf die Pipeline offener Opportunitäten. Die Messung ihres Gesamtwerts über mehrere Zeiträume im Vergleich zu den erwarteten Abschlussterminen (z. B. bis zum Ende des operativen Berichtszeitraums und über nachfolgende Zeiträume) ermöglicht eine Beurteilung der Antizipation. Darüber hinaus wird durch die Definition relevanter Opportunitätstypen und die entsprechende Bewertung der Pipeline sichergestellt, dass jedes Vertriebsteam seine Business Development Hebeln maximiert. Die zweite Kategorie betrifft das Volumen der während des operativen Berichtszeitraums gewonnenen Verträge und die damit verbundenen Leistungskennzahlen.
Antizipation der Akquise
Ein wirksames Business Development im B2B-Bereich hängt nicht nur von der Bestimmung und Umsetzung von Strategien ab. Es erfordert Leistung von jedem Vertriebsteam bei der Antizipation der Akquise. Es geht darum, strategische Geschäftsopportunitäten so früh wie möglich zu erkennen, echte interdisziplinäre Akquisitionsprojekte zu veranlassen, Aktionspläne für die Akquise festzulegen und umzusetzen und eine proaktive Zusammenarbeit mit den Kunden einzugehen. Ziel ist es, bei jeder bedeutenden Opportunität alle Stakeholder und Entscheidungsträger der betroffenen Kunden zu überzeugen, bevor diese ihre eigenen RFQ-Prozesse starten, unabhängig vom Wettbewerb.
Einfluss auf die Kunden-Gesamtbetriebskosten
Die Reduzierung der Total Cost of Ownership (TCO) ist ein zentraler Hebel für kommerziellen Erfolg und tiefe Kundenbindung. Indem sich Lieferanten als Experten positionieren und frühzeitig in die Produktentwicklung ihrer Kunden integrieren, wandeln sie sich zum strategischen Partner. Diese Nähe ermöglicht proaktive Lösungen, die messbaren Mehrwert und Wettbewerbsvorteile schaffen. Dadurch verschiebt sich der Fokus in Verhandlungen weg vom reinen Preis hin zu einem umfassenden Wertversprechen. Dieser Ansatz differenziert den Anbieter deutlich vom Wettbewerb. Das Ergebnis sind höhere Erfolgsquoten, gesteigerte Rentabilität und eine nachhaltige Festigung der Kundenbeziehung durch nachgewiesene Wirtschaftlichkeit.
Die Inhalte auf dieser Seite zeigen ausgewählte Beispiele von Themen auf, die ich im Rahmen meiner Interim-Management-Mandate behandelt habe, und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Gerne können Sie mich kontaktieren, um diese oder weitere für Sie relevante Themen zu vertiefen.









